Im ganzen Land waren die letzten Monate von Sommer und Ferienzeit geprägt – bis auf den 30. August: Diesen Tag hatte sich die Neumünsteraner Tafel ausgesucht, um mit der ganzen Stadt ihr 20jähriges Jubiläum fröhlich, aber auch nachdenklich zu begehen. Es regnete fast den ganzen Tag und alle Vorbereitungen für ein gelungenes Fest auf dem Marktplatz mit Buden und Darbietungen konnten nicht die Resonanz finden, die sie verdient hätten.
Natürlich tauchte in den Gesprächen immer wieder die Frage auf, ob so ein Jubiläum denn überhaupt ein Grund zum Feiern sei. Schnell einig war man sich dabei mit der Feststellung, dass es ein Skandal sei, dass in unserem Staat über so einen langen Zeitraum hinweg Tafeln überhaupt nötig seien, aber dass man eben auch froh sein könne, dass es sie gäbe. Und so war es ein guter Anlass, nicht die Tafel als Institution zu feiern, sondern einmal allen Spendern und Helfern Danke für ihre Unterstützung zu sagen, nämlich dafür, dass Lebensmittelspenden
dort ankommen, wo sie immer noch so dringend gebraucht werden.

Zur Vorbereitung auf das Ländertreffen am 20.09. in Heide haben zwei Regionaltreffenin Nortorf und in Mölln stattgefunden.

Dort gab es wieder Gelegenheit, in entspannter Runde in einen Erfahrungsaustausch zu treten und einmal zu sehen, wie und wo andere Tafeln arbeiten. Die vom Bundesverband eingesetzte Kommission zur Frage, ob angesichts steigender Kundenzahlen und zurückgehender Spenden ein Zukauf von Lebensmitteln erlaubt werden solle, ist in der 37. Woche zum ersten Mal zusammengetreten, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Frank Hildebrandt

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