Teilnehmer Kieler Tafel: Frank Hildebrandt (Vorstandsmitglied Kieler Tafel, Ländervertreter Schleswig-Holstein/Hamburg) Elke Kock, Sonja Ruppert

Der Austragungsort in Wiesbaden war das wunderschöne Kurhaus. Die Räumlichkeiten wurden für dieses Treffen kostenlos zur Verfügung gestellt. In einem Nebenraum des Kurhauses stellten sich im Rahmen einer Ausstellung einige Sponsoren der Tafeln unter der Rubrik ‚Markt der Möglichkeiten‘ vor. Am Freitag begann das diesjährige Treffen mit der Begrüßung durch Jochen Brühl, Vorsitzender Bundesverband Deutsche Tafel e.V. Es folgte ein Rechenschaftsbericht über die Entwicklung der Tafeln, u.a. gibt es z.Zt. bundesweit 919 Tafeln mit ca. 60.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ca. 1,5 Millionen bedürftiger Menschen, wovon ca. ein Drittel Kinder und Jugendliche sind.

Anschließend legte Schatzmeister, Willy Wagenblast, seinen Bericht zur Bilanz, Spendenaufkommen und Finanzierungen von Projekten vor. In den Nachmittagsstunden wurde ausführlich über eine neue Satzung diskutiert und abgestimmt. Sie musste in Teilen überarbeitet werden, da sich die Tafellandschaft und die politischen Vorgaben verändert haben. Die Abendveranstaltung in diesem herrlichen Ambiente wurde ehrenamtlich u.a. von Wolf von Lojewski moderiert, der den Tafeln sehr verbunden ist. Es wurden einige Sponsoren an diesem Abend auf die Bühne gebeten, um ihnen für ihr jahrelanges Engagement für die Tafeln zu danken.

Als weitere Programmpunkte traten eine regionale Schülerband, ein Zauberer und ein Tenor auf. Für Sonnabendvormittag wurden Fortbildungen, speziell für die Tafelarbeit, angeboten. Diese waren z.B. Lebensmittel- und Arbeitsrecht, sowie Grundsicherung oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Auch hier muss sich die Tafelarbeit zusätzlichen Herausforderungen stellen, um den Bedürfnissen der Kinder- und Altersarmut, Langzeitarbeitslosen, Migranten, Asylbewerbern, zusätzlichen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, gerecht zu werden. Jeder Teilnehmer hat aus diesen Fortbildungen etwas für seine Arbeit bei der Tafel mitgenommen. Den Abschluss dieses Bundestafeltreffen bildete in der Wiesbadener Innenstadt ab Mittag eine ‚Lange Tafel‘, bei der sich die Teilnehmer mit der Wiesbadener Bevölkerung bei gespendetem Essen und Trinken austauschen konnten. Für mich persönlich war es sehr interessant zu erfahren, wie verschieden strukturiert die Tafellandschaft in Deutschland arbeitet, was sicherlich auf den regional finanziellen Mitteln und Möglichkeiten der einzelnen Tafeln basiert. Aber wir alle dienen der gleichen Sache.

Sonja Ruppert

 

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