Am 7. Januar 2015 gibt es die Kieler Tafel 20 Jahre. Ein Grund zum Jubeln ist das nicht. Scheint doch die Arbeit der Tafeln heute nötiger denn je. Und ein Ende der Notwendigkeit ist nicht abzusehen. Allerdings hat man sich vor 20 Jahren wohl kaum vorstellen können, welche Ausmaße diese Bürgerinitiative einmal annehmen würde, annehmen müsste. Immer mehr Menschen hoffen, durch uns ein nahrhaftes Zubrot zu ihren staatlichen Leistungen, zu ihrer Rente zu bekommen. In letzter Zeit vergeht kein Tag ohne Neuanmeldungen. Ohnehin ist es nicht unser Anspruch, unsere Kunden komplett zu ernähren, aber nun muss der Waren-Kuchen in kleinere Portionen geteilt werden. Noch nehmen wir die Herausforderung an. Haben wir doch ein gutes Fundament, auf das wir bauen können:

  • Die Beiträge der Mitglieder und Förderer sind eine zuverlässige finanzielle Basis zur Finanzierung unserer Arbeit. Dazu kommen Zuwendungen aus Nachlassvermögen, Stiftungen und hochwillkommene Einzelspenden. Unsere Arbeit finanziert sich ausschließlich aus diesen Mitteln, öffentliche Förderung bekommen wir nicht.
  • rund 200 Frauen und Männer arbeiten ehrenamtlich in den Tätigkeitsbereichen Lebensmittel-Sammlung, -Sichtung und -Ausgabe, Fahrdienst, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit. Sie werden von einigen 1 € Kräften unterstützt.
  • etwa 115 Unternehmen aus Kiel und Umgebung aus dem Lebensmittelbereich — Handelsketten, Bäckereien, Getränkehandel, Drogeriemärkte — spenden uns Waren, täglich etwa zweieinhalb Tonnen. Andere helfen mit Service- und Sachleistungen.
  • Drei Kühltransporter und 1 Pkw Fox sind für die Abholung ständig im Einsatz. Zugute kommen die gespendeten Waren
  • etwa 2.000 Haushalten (3.800 Personen) über sechs Ausgabestellen und den TafelLaden, sowie einer unbekannten Zahl von Personen – Erwachsene und Kinder – in 30 sozialen Einrichtungen. Jeder Kunde holt durchschnittlich jede zweite Woche Lebensmittel von der Kieler Tafel.
  • Unsere Räumlichkeiten: Sechs einmal wöchentlich geöffnete Ausgabestellen (meist in Räumen von Kirchengemeinden), ein an vier Tagen geöffneter Tafel-Laden im Rahmen der Sozialkirche, ein großzügiges TafelZentrum mit Kühl- und Tiefkühlzellen und Büro- und Aufenthaltsräumen.

Am 7. Januar 1995 sah die Kieler Tafel doch ein wenig anders aus.

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