Das Großereignis für die Tafeln im Norden war die Aufnahme der Belieferung durch einen weiteren Discounter. Nach präziser Zuordnung der einzelnen Märkte zu den örtlich zuständigen  Tafeln konnte Anfang Mai, teilweise aber auch erst zu 01. Juni mit der Abholung begonnen werden und es war sofort eine spürbare Zunahme an Waren zu verzeichnen.

Ländertreffen

Zur Vorbereitung des Ländertreffens am 26.04. in Niebüll bei der Tafel Südtondern fanden Regionaltreffen in Hohenwestedt und in Eckernförde statt. Es wurden Probleme diskutiert, die manche Tafelhelfer vor Ort bewegten, aber auch von allgemeinem Interesse sein konnten und so durch die gesammelten Erfahrungen in anderen Tafeln gelöst werden konnten. Die wichtigsten  Punkte waren dabei, wie mit unerlaubter Warenmitnahme durch Helfer umzugehen sei und eine Zulässigkeit von Warenzukauf. Erfreulicherweise bestand Einigkeit darüber, dass auf die  weitere Mitarbeit in den Fällen von Selbstbedienung verzichtet werden muss und dass der Zukauf von Waren nach den verbindlichen Tafelgrundsätzen unzulässig ist. Hierzu wurde dann auf  dem Ländertreffen ein entsprechender Beschlussantrag für die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes verabschiedet. Die Ländervertretung für Schleswig-Holstein/Hamburg wurde für weitere zwei Jahre wiedergewählt.

Bundestafeltreffen

Auf dem Bundestafeltreffen konnte endlich die Satzungsänderung verabschiedet werden. Zwei Kommissionen hatten sich jahrelang an dem Regelwerk die Zähne ausgebissen. Nun gibt es z.B.  für eine Tafel, die gegen Tafel-Grundsätze verstößt, auch weniger restriktive Maßnahmen als gleich den Ausschluss aus dem Bundesverband. Eine Schiedsordnung regelt das Verfahren bei  Streitigkeiten innerhalb des Bundesverbandes. Die Kieler Tafel war durch Elke Kock und Sonja Ruppert vertreten. Beide nahmen an Fortbildungen zu den Themen „Presse- und  Öffentlichkeitsarbeit“ und „Grundsicherung“ teil.

Tafelgründungen

In meinem letzten Bericht hatte ich erwähnt, dass in Itzstedt Bestrebungen im Gange sind, eine eigene Tafel zu gründen – es ist nicht zu erkennen, ob die Überlegungen weiter verfolgt werden.  Ein ähnliches Interesse wurde jetzt aus Sörup geltend gemacht. Auch hier sind die Initiatoren damit beschäftigt, die Voraussetzungen für eine Tafelgründung für sich zu überprüfen.  Grundsätzlich ist bei der schon vorhandenen Tafeldichte im Lande einer Neugründung die Einrichtung einer Ausgabestelle einer benachbarten Tafel vorzuziehen, denn Warenangebot und  Ressourcen sind nicht unendlich verfügbar. Die Ausgabestelle der Eckernförder Tafel in Gettorf musste sogar schliessen, weil in dieser Gemeinde zumindest vorübergehend keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Frank Hildebrandt

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