Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des 25jährigen Tafeljubiläums – die Berliner Tafel wurde 1993 gegründet. Das nahm der Bundesverband zum Anlass, im Rahmen des Zukunftskongresses neue Wege aufzuzeigen und Spendern und Sponsoren zu danken. Die kamen nicht mit leeren Händen – so wurde beispielsweise das Pfanspendeprojekt mit LIDL um weitere fünf Jahre verlängert. Ein Highlight für die Tafeln, die sich dank dieser finanziellen Unterstützung nicht so sehr nach der Decke strecken müssen sondern Projekte und Maßnahmen frei von Sorgen angehen können.

Zum Wohle der Tafelkunden

Außerdem wurde ein neues Selbstverständnis der Tafeln propagiert – Tafeln arbeiten nicht mehr darauf hin, sich selbst abzuschaffen. Nein, darauf hin gearbeitet haben wir auch vorher nicht, aber solange einerseits Armut und Bedürftigkeit vorherrschen und andererseits Lebensmittel im Überfluss produziert werden und ohne unser Eingreifen weggeworfen werden würden, stellt sich diese Frage gar nicht. Wenn diese Pole einmal in den Hintergrund treten, werden wir sicherlich gerne unsere Arbeit einstellen. Tafeln gibt es schließlich nicht zum Selbstzweck sondern zum Wohle der Tafelkunden!

Der Bundesverband hat gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden ein Papier gegen eine zunehmende Schieflage herausgegeben: „Soziale Gerechtigkeit schaffen – Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung“.

Die Geschäftsstelle des Bundesverbandes ist umgezogen – die neue Adresse lautet Germaniastr. 18 in 12099 Berlin. Dort konnten moderne helle Räume bezogen werden.

In Schleswig-Holstein sind zwei Tafeln von Schadensfeuern betroffen worden

In Neustadt ist die Küche ausgebrannt und in Preetz brannte es „nur“ im Obergeschoss, die Feuerwehr war schnell zur Stelle, aber das Löschwasser führte zu erheblichen Schäden in den Räumen. Die Schadensfolgen konnten in beiden Fällen durch unbürokratische Hilfe so gering wie möglich gehalten werden – Unternehmen boten Ersatz an technischen Geräten und Lebensmitteln an, um den Tafelbetrieb so wenig wie nur möglich zu beeinträchtigen. Auch die Nachbartafeln standen parat, um die Abholung bei den Händlern während der kurzen Schließungen zu übernehmen und die Kunden aufzunehmen, damit diese nicht ohne Tafelware dastanden.

Eine neue Tafel wurde gegründet

Genaugenommen handelte es sich um einen rein organisatorischen Vorgang, denn die Ausgabestelle der Tafel Husum in Bredstedt wurde in eine Tafel umgewandelt. In Ratzeburg hat ein Trägerwechsel stattgefunden; die Kirchengemeinde hat die Verantwortung für die Tafel an die Bürgerstiftung übergeben. Für die Kunden ändert sich dadurch ebenso wie in Bredstedt nichts.

F.H.

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