Die Tafeln in Schleswig-Holstein und Hamburg werden unterschiedlich stark durch die zunehmende Anzahl von Flüchtlingen unter ihren Kunden in Anspruch genommen.

Hatten wir in Kiel – saldiert – Ende 2015 nur etwa 100 Kunden mehr (bei insges. 2.200 Haushalten) als am Anfang des Jahres, so mussten andere bis zu 50 % mehr Kunden „verkraften“. Das führte mitunter zu Engpässen sowohl was die Kapazitäten als auch was die Leistungsfähigkeit der Helfer anbelangte. Folge waren eine Reduzierung der Ausgabetage oder sogar Aufnahmestopps, die dann natürlich für alle Neukunden galten. In mehreren Orten sind das Engagement der Helfer und die Arbeit der Tafeln an sich besonders gewürdigt worden: so wurden z. B. in Bad Oldesloe, BordesholmNeumünster, Kronshagen und in Nortorf die Tafelleitungen stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer geehrt.

Unser im letzten Jahr gegründeter Landesverband hat inzwischen 32 eingetragene Mitglieder. Bei insgesamt 60 Tafeln in Schleswig-Holstein und Hamburg ist der Landesverband somit auf einem guten Weg, seine Mitglieder im Norden repräsentativ vertreten zu können.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 18.09.2015 bleibt die Marke „Tafel“ nur geschützt, wenn alle Tafeln in Deutschland, die Mitglied im Bundesverband sind, einheitlich auftreten; nur so seien das Alleinstellungsmerkmal und ein Wiedererkennungswert gegeben. Folglich müssen alle Tafeln in Deutschland die gleiche „Marke“ verwenden. Der Bundesverband arbeitet an einem moderneren Logo und stellt es auf seiner nächsten Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung vor. Für die Kieler Tafel bedeutet das ebenfalls eine Änderung unseres Wappenzeichens, denn unser Logo entspricht schon heute nicht (mehr) dem des Bundesverbandes und einer modernisierten Version schon gar nicht. Hier wird zu gegebener Zeit ein Beschluss unserer Mitgliederversammlung anstehen. F.H.

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